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Etap Skater im Hauptfeld
Dort findet das erste Kräftemessen des Jahres statt und die Teams testen die eigene Form und die der anderen erstmals unter Wettkampfbedingungen.
Doch bevor es am Sonntagmorgen auf eine rasante Fahrt durch die Berliner Strassen geht, präsentieren sich traditionell nationale und internationale Topteams auf der Messe „Berlin Vital", mittendrin natürlich auch das Etap-Race-Team.
Ein Blick auf die Konkurrenz und die neuartigen Teamformationen lässt daraufhin Raum für Spekulationen über die kommende Saison und den Halbmarathon am nächsten Tag. Die diesjährige Präsentation ließ bereits erahnen, wie hoch das Level im topbesetzten internationalen Feld des German-Inline-Cups 2009 sein wird. In Berlin waren bereits die ersten Punkte für diese Serie, die insgesamt vier Rennen in Berlin, Koblenz, wiederum Berlin und Köln umfasst, ausgeschrieben.
Also galt es sich mit einer entsprechenden Taktik auf das Auftaktrennen der Saison am nächsten Tag einzustellen. Hoffnung auf ein schnelles und anspruchsvolles Rennen ließ neben der herausragenden Starterliste auch das Wetter zu, denn der Frühling hatte mit über 20°C in den ersten Apriltagen kräftig eingeheizt.
Der Renntag präsentierte sich jedoch eher mit apriltypischem Schmuddelwetter. Während es noch am Vorabend keinerlei Anzeichen für nasse Strassen gab, verwandelte ein stetiger, leichter Nieselregen am Sonntagmorgen die Strassen in nasse Rutschbahnen.
Der Start für das Auftaktrennen an diesem 05. April 2009 war jedoch erst für 10:15 Uhr angesetzt und ein stetiger Wind sowie das besser werdende Wetter ließen auf trockene Bedingungen hoffen.
Pünktlich zum Start war jeglicher Missmut über schlechte Rennbedingungen verschwunden. Die Strassen waren trocken und der Fokus lag vollends auf dem Rennen.
Um 10:17 Uhr wurde vor dem Berliner Dom der Startschuss gegeben. Das Tempo der Spitze war von Anfang an hoch. Eine langgezogene Spitzengruppe entstand - Zeichen für ein enormes Tempo - und leider gelang es dem Etap-Race-Team bis dahin nicht, sich in der Hektik des Feldes geschlossen zu formieren.
Auf der Straße des 17. Juni sorgten zwei Fahrer des Powerslide Phuzion World Teams für Unruhe, als sie den ersten Ausreißversuch gemeinsam initiierten.
Wenig später folgte eine weitere Attacke. Eine Sechsergruppe forcierte das Tempo und trat die Flucht nach vorn an. Mit dabei auch Etap's Neuzugang Daniel Hönigl. Die Gruppe schaffte es sich deutlich vom großen Hauptfeld abzusetzen, in dem sich die Teams mit der Konstellation der Ausreißergruppe zufrieden zu geben schienen, sodass hier keine aktive Nachführarbeit stattfand.
Unterdessen kam der zweite Neuzugang Felix Rehse unverschuldet zu Sturz. Dank einer herausragenden Nachführarbeit von Alex Schmitz jedoch gelang es ihm, den Anschluss an das Hauptfeld wieder herzustellen.
In der 6er-Gruppe an der Spitze starteten bei Kilometer 5 weitere Attacken, jedoch blieb die 6er-Gruppe geschlossen und Daniel Hönigl weiterhin mit von der Partie.
Mit muskulären Problemen musste Daniel Hönigl dann bei Kilometer 10 jedoch dem hohen Tempo Tribut zollen und die Gruppe an einem kleinen Anstieg ziehen lassen. Der Versuch, den Abstand wieder zu verkürzen und auf die Gruppe erneut aufzuschließen, scheiterte jedoch knapp und so ging es für den Etap-Fahrer nach kurzer Alleinfahrt im Hauptfeld weiter Richtung Ziel.
An der Spitze gelang es in der Folge doch einer Dreiergruppe um den Rollerblade World - Fahrer Alexis Contin (FRA) sich allein dem Ziel zu nähern.
Im Hauptfeld lag es nun u.a. auch in der Hand des Etap-Race-Teams trotz fehlender Beteiligung in den Ausreißergruppen ein möglichst gutes Ergebnis ins Ziel zu fahren.
Stetig versuchten abwechselnd Sebastian Rehse, Erwin Bergen und Felix Rehse daher die Flucht nach vorn. Niemand schloss sich den Versuchen jedoch an, obwohl auch weiteren Teams ein Fahrer in der Spitzengruppe fehlte, sodass sich die Etap-Fahrer wieder im Hauptfeld einsortierten.Als noch etwa 4 Kilometer bis zum Ziel zurückzulegen waren, ergriff Patrick Räthel vom Team Speedlager.de die Initiative und wagte den Alleingang. Felix Rehse versuchte den Anschluss herzustellen, jedoch konnte er nach Sturz und Attacken dafür die notwendige Kraft nicht mehr mobilisieren. Erwin Bergen erkannte dies und schaffte seinerseits den Anschluss. Mit geringem aber hoffnungsvollem Abstand zum Hauptfeld konnte sich somit eine kleine Gruppe absetzen, mit guten Chancen auf die Top-Platzierungen hinter den Ausreißern.

Die verbliebenen Teams, die einen Ausreißer in den Spitzengruppen vertreten hatten, formierten nun jedoch ihre Sprintzüge und der Abstand der nicht weit entfernten Ausreißer um Erwin Bergen wurde stetig kleiner.
Die Fahrer wurden nach und nach nur wenige 100 Meter vor dem Ziel vom Feld wieder geschluckt.
Lukas Wannagat gelang es vom Etap-Race-Team dann noch am besten, sich zum Sprint zu positionieren, während die restlichen Fahrer ihren Attacken mehr oder minder Tribut zollen mussten. Letztendlich sprang für ihn im starken internationalen Feld der gute 39. Platz in 33min25s heraus. Die Rehse-Brüder folgten zeitgleich auf Rang 49. Daniel Hönigl wurde nach einem starken Rennen 59er. Erwin Bergen wurde nach seinem erst 200m vor dem Ziel endenden Ausriss noch 65er.
Auch der dritte Neuzugang, Markus Beulertz, erlebte einen ereignisreichen Auftakt und kam im Sprintgewirr nur 400 Meter vor dem Ziel noch zu Sturz und erreichte dennoch in 33:55 als 81er das Ziel.
Alex Schmitz konnte nach einer tollen, aber kräftezehrenden Nachführarbeit nach dem Sturz des Teamkollegen den Anschluss ans Hauptfeld nicht halten, gewann souverän jedoch den Sprint der Verfolgergruppe in 36:18 und wurde 83er.
Lediglich der Routinier und AK-40-Weltmeister Jörg Wecke musste leider aufgrund eines Materialdefekts schon während des Rennens aussteigen.
Den Sieg beim ersten GIC-Wertungsrennen und Auftakt der Saison in Berlin sicherte sich in neuer Streckenrekordzeit von 31:48 und in seinem Comebackrennen in den Farben des Rollerblade-World-Teams der Franzose Alexin Contin.
Hauchdünn dahinter folgten ihm der junge Schweizer Severin Widmer (Luigino Swiss Team) und der Kolumbianer Christian Diazgranados in Diensten des Powerslide Phuzion World Teams.
Bei den Damen gewann die derzeit beste Speedskaterin der Welt, Cecilia Baena vom Powerslide Matter World Team in 38:28.
Das Podium komplettierten die junge deutsche Marathon-Europameisterin Sabine Berg (Powerslide Phuzion Team) und die mehrfache Siegerin des Berliner Halbmarathons und Teamkollegin der Siegerin, Jana Gegner.
Nach einem ereignisreichen Saisonauftakt und guten Ergebnissen sieht das Etap-Race-Team nun dem Start der German-Blade-Challenge am 25./26. April in Groß-Gerau entgegen.
Teamranking (Stand 1. Rennen Vattenfall Berliner Halbmarathon Berlin)
Herren:
1. Powerslide Phuzion World 2782
2. Zepto Skate Team 2746
3. Experts Race Team 2648
4. Rollerblade ILA Speedodrom International 2644
5. Stadler Luigino Team 2620
6. Chauvin Arnoux Team 2500
7. Etap Racing Team 2414
8. Team Energize 2389
9. Experts Coach Team 2364
10. FUG Speed Team 2355
11. O.B.F.S.T 2276
12. TSV Bayer 04 Leverkusen 2268
13. Speed Team Köln 2259
14. Rollerblade World Team 1950
15. CaduMotus World Team 0





