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Doppelbelastung zahlt sich aus
Am Samstag Nachmittag gingen etwa 1200 Inlineskater an den Start zu einem der schnellsten und schönsten Marathons Deutschlands. Am UNESCO-Weltkulturerbe "Oberes Mittelrheintal" blies der Hochwald Mittelrhein-Marathon zum Start der 3. Station des German-Inline-Cups. Und die internationale Konkurrenz aus Deutschland, Belgien, Neuseeland, der Schweiz und Dänemark sowie vielen anderen Nationen fand sich zusammen, um wertvolle Punkte für die Gesamtwertung zu ergattern. Mit dabei, nach Berlin erstmalig wieder in voller Besetzung, waren auch die 7 Fahrer des Etap-Race-Teams.
Von Beginn des Rennens an, wurde im Herrenfeld ein hartes Tempo gegangen. Nach einem kleinen Abstecher rheinaufwärts folgte nach 8 Kilometern über einen Anstieg die Wende, um rheinabwärts Richtung Ziel in Koblenz zu kommen. Dieser Anstieg war geradezu prädestiniert, um hier das Feld unter Druck zu setzen und so taten es die favorisierten Teams auch. Jedoch konnte hier keine entscheidende Attacke gesetzt werden. Erst eine Links-Rechts-Schikane, die das Feld erneut auf die Bundesstraße rheinabwärts führte, kam es zum Auseinanderreißen des großen Feldes. Dem hohen Tempo an der Spitze des Feldes mussten auch die Etap-Racer Sebastian, Felix, Marcel und Daniel Tribut zollen. Der Anschluss an das Feld gelang nicht mehr. Dennoch fuhren im Spitzenfeld Etienne, Thimo und Stefan ein hervorragendes Rennen. Leider musste auch Thimo zum Rennende hin reißen lassen. Er reihte sich in die Verfolgergruppe bei seinen Teamkollegen ein. Weiter vorne im Rennen gelang etwa 10 Kilometern vor dem Ziel einer Vierergruppe die Flucht vom Feld. Im Sprint dieser Gruppe, die nur 14 Sekunden Vorsprung ins Ziel retten konnte, bewies der Belgier Ferre Spruyt vom CadoMotus World Team den längsten Atem. Er setzte sich gegen Ewen Fernandez (FRA) vom Powerslide Matter World Team und Severin Widmer (CHE) vom Swiss Skate Team durch. Im Sprint des Hauptfeldes gelang dem Etap-Junioren Stefan Due Schmidt der Sprung auf einen hervorragenden Platz 14. Etienne erwischte weniger gute Karten und landete dennoch auf einem respektablen 21. Platz. Im Sprint der Verfolger war das Etap-Race-Team sehr präsent. Marcel Eschbach bewies eine große Sprintausdauer und sicherte sich den Sprintsieg dieses Feldes. Felix Rehse wurde Opfer zweier entschwundener Kontaktlinsen und vermutete das Ziel zu früh, sodass er gegen direkte Konkurrenz den Zielschritt bereits beim ersten Veranstalterbogen setzte, obwohl erst unter dem dritten die Zeitmatte auslöste. So viel er zurück und landete nur auf Platz 36, direkt hinter seinem Bruder Sebastian. Thimo lief auf Platz 40 ins Ziel, gefolgt von Daniel auf Platz 45. Somit landeten alle Etap-Race-Team-Fahrer unverletzt und weitgehend zufrieden unter den Top50 des Feldes.
Am Folgetag, nach einer kurzen Nacht, stand um 8 Uhr der Start zum 28. Rhein-Ruhr-Marathon im 190 km entfernten Duisburg an. Das Etap-Race-Team ging hier wiederum in voller Besetzung an den Start und stellte zusammen mit Pascal Ramali vom CadoMotus World Team und dem Craft-X-Tech Team die Favoriten auf den Sieg. Das Rennen, welches zugleich Wertungsrennen eines Regio-Cups war, begann zunächst sehr verhalten. Die meisten Fahrer hatten noch die Belastung vom Vortag in den Knochen und so übernahmen auch die Cup-Teams Verantwortung für die Tempoarbeit. Zwischenzeitlich folgten Attacken durch das Etap-Race-Team und Pascal Ramali. Eine dieser Attacken führte dazu, dass sich etwa bei km 10 eine 8-köpfige Gruppe vom Feld absetzen konnte; darunter 4 Fahrer des Etap-Race-Teams. Die Verfolgergruppe versuchte stets die Lücke zu schließen, jedoch sorgten Störversuche insbesondere durch Marcel Eschbach und Felix Rehse dafür, dass die Ausreißer zunächst ungestört ihre taktischen Manöver fahren konnten. So gelang nach kurzer Zeit Sebastian Rehse zusammen mit Pascal Ramali die Flucht aus dieser Ausreißergruppe. Die übrigen Ausreißer, unter ihnen noch 3 weitere Etap-Racer waren an der Nachführarbeit selbstverständlich nicht interessiert, sodass das Tempo verschleppt wurde und letztlich auch dem großen Hauptfeld wieder der Zusammenschluss gelang. Nichtsdestotrotz kontrollierten die 6 Fahrer in Schwarz-Blau-Weiß hier das Feld und sorgten dafür, dass keinem Fahrer mehr die Flucht gelang, denn immerhin stand noch ein Podestplatz auf dem Spiel. Pascal Ramali gelang unterdes bei km 28 allein die Fahrt in Richtung Ziel fortzusetzen. Er kam in neuer Streckenrekordzeit von 1:09:52 als Sieger des 28. Rhein-Ruhr-Marathons ins Ziel. Mit Silber dekoriert kam Sebastian nach 1:13:51 als Zweitplatzierter ins Ziel. Währenddessen befand sich das Hauptfeld gerade in der Anfahrt zum Sprint. Hier zeigte sich das Etap-Race-Team gut organisiert und abgestimmt, sodass nach hervorragender Sprintanfahrt von Thimo der Weg für Etienne und Stefan bereitet war, um um Platz 3 zu sprinten. Die übrigen Sprinter wurden durch ein taktisches Lückenreißen der übrigen Etap-Racer ausgebremst. Somit gingen auch Platz 3 und 4 an das Etap-Race-Team. Die weiteren Fahrer des Etap-Race-Teams kamen auf Platz 6, 8, 11 und 20 ins Ziel.
Ein hervorragendes Rennen bildete somit den gelungenen Abschluss eines tollen und spaßigen Wochenendes des Teams.
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Ergebnisse
Hochwald Mittelrhein Marathon
1 - Ferre Spruyt - BEL - CadoMotus World Team - 53:49
2 - Ewen Fernandez - FRA - Powerslide Matter World Team - 53:49
3 - Severin Widmer - CHE - Swiss Skate Team - 53:50
14 - Stefan Due Schmidt - DNK - Etap-Race-Team - 54:06
21 - Etienne Ramali - DEU - Etap-Race-Team - 54:31
31 - Marcel Eschbach - DEU - Etap-Race-Team - 58:21
35 - Sebastian Rehse - DEU - Etap-Race-Team - 58:22
36 - Felix Rehse - DEU - Etap-Race-Team - 58:22
40 - Thimo Kießlich - DEU - Etap-Race-Team - 58:35
45 - Daniel Hönigl - DEU - Etap-Race-Team - 59:49
Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg
1 - Pascal Ramali - DEU - CadoMotus World Team - 1:09:52
2 - Sebastian Rehse - DEU - Etap-Race-Team - 1:13:51
3 - Etienne Ramali - DEU - Etap-Race-Team - 1:16:24
4 - Stefan Due Schmidt - DNK - Etap-Race-Team - 1:16:25
6 - Thimo Kießlich - DEU - Etap-Race-Team - 1:16:27
8 - Felix Rehse - DEU - Etap-Race-Team - 1:16:29
11 - Marcel Eschbach - DEU - Etap-Race-Team - 1:16:30
20 - Daniel Hönigl - DEU - Etap-Race-Team - 1:16:36





